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Norbert

Der Heilige Norbert

Stifter des Pr├Ąmonstratenserordens

Eines Grafen Sohn, sch├Ân und geistreich, lie├č er sich von den tr├Ągerischen Freuden der Welt verf├╝hren und warf sich, obwohl er schon zum Subdiakon geweiht war, in den Strudel aller Vergn├╝gungen.

Nie dachte er ├╝ber seinen argen Zustand nach, und immer weigerte er sich zum Priester sich weihen zu lassen, wie er dann seine leichtsinnige, s├╝ndhafte Lebensweise h├Ątte aufgeben m├╝ssen. Doch suchte er vergebens den Frieden des Herzens, den er nirgends fand. Eines Tages ritt er zu einem Dorf in Westfalen, Freten genannt, um dort wieder ein Vergn├╝gen zu genie├čen.

Als er mitten auf einer sch├Ânen Wiese einher ritt, zog eine schauervolle Wetterwolke ├╝ber seinem Haupt dahin; der Donner rollte, die Blitze leuchteten, der Regen fiel in Str├Âmen herab. Norbert, von Angst erfasst wusste nicht wohin. Er lie├č seinem Pferd die Z├╝gel schie├čen. Siehe, da schl├Ągt pl├Âtzlich der Blitzstrahl mit furchtbarem Donnerschlage zu den F├╝├čen seines Pferdes. Das scheue Tier wirft seinen Reiter ab, der beinahe wie tot eine Stunde lang auf der Erde liegt. Als er wieder zur Besinnung kommt, ruft er reuevoll aus: ÔÇ×Herr, was willst du, dass ich tun soll?“ Eine innere Stimme sagte ihm: ÔÇ×Meide das B├Âse, tue das Gute; suche den Frieden und wende dahin all dein Tun.“

Sogleich fasste er den Entschluss, sein verflossenes Leben durch aufrichtige Bu├če zu s├╝hnen. Und er hielt Wort! Unaufh├Ârlich beweinte er  seine S├╝nden und nur mehr die g├Âttliche Liebe hatte Platz in seinem Herzen. Zum Priester geweiht, verkaufte er alle seine G├╝ter, verteilte den Erl├Âs unter die Armen und zog dann nach Rom. Dort legte er dem Papst ein allgemeines Bekenntnis seiner S├╝nden ab, und erbot sich, jede Bu├če auf sich zu nehmen. Der Papst aber ├╝bertrug ihm das Amt eines Bu├čpredigers. Nun durchzog er einen Teil von Frankreich, Bu├če tuend und Bu├če predigend und nachdem mehrere gleichgesinnte M├Ąnner sich ihm angeschlossen hatten, stiftete er in einem ├Âden Tale des Bistums Laon, Pr├Ąmonstrat genannt, den Orden der Pr├Ąmonstratenser, dessen Mitglieder das strengste Leben f├╝hrten (1121)

Um diese Zeit trat ein wilder Schw├Ąrmer namens Tankelin in Holland (jetzt Belgien) auf und behauptete ├Âffentlich, die Bisch├Âfe und Priester seien L├╝gner, und L├╝ge sei es, was sie von der Eucharistie und den Sakramenten lehren. Die Eucharistie n├╝tze nichts. Durch prachtvolle Gastm├Ąhler und durch Gestattung aller Laster gewann er bald einen gro├čen Anhang. Gro├č war die Gefahr. Da riefen die Chorherrn von Antwerpen und der Bischof von Cambrai Norbert zu Hilfe. Der Heilige eilte ohne Verzug nach Antwerpen, fing an zu predigen, und bald hatte er die Freude, die irregef├╝hrten, deren Verf├╝hrer bereits in einem Aufruhre erschlagen wurde, wieder mit dem Glauben der Kirche auszus├Âhnen. Besonders verbreitete sich der heilige Norbert in seinen Predigten ├╝ber die Erhabenheit und die gnadenvollen Wirkungen der hochheiligen Eucharistie. Er belebte wider die Andacht des Volkes zum heiligsten Altarsakrament und brachte es dahin, dass die Gl├Ąubigen die heilige Kommunion wieder ├Âfters empfingen. ├ťberall bl├Ąhte die Fr├Âmmigkeit dadurch wieder auf.

Weil der heilige Norbert den Glauben an die wirkliche Gegenwart Jesu in der hochheiligen Eucharistie so gl├Ąnzend verteidigte, wird er abgebildet mit der heiligen Hostie in de Monstranz in der Hand.

Gegen seinen willen zum Bischof von Magdeburg erhoben und vom Gehorsam gezwungen, diese W├╝rde anzunehmen, setzte er alle seine Kr├Ąfte ein, die ihm anvertraute Herde f├╝r die Liebe Jesu zu gewinnen.

Unerm├╝det arbeitete er trotz aller Verfolgung, trotz aller Misshandlung, trotz der Bedrohung mit dem Tode an der Bekehrung der S├╝nder, bis er endlich am 6. Juni 1134 sein Haupt zur Ruhe legte.

(leicht sprachlich ├╝berarbeitet ├╝bernommen aus: Ott, Georg, Eucharisticum, Regensburg, New York u. Cincinnati 1869, S. 176-177)