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Maria Martha Tamisier

28. Eucharistischer Kongress











Chicago 1926Maria Martha Baptistine Tamisier
(von ihren Freunden „Emilia“ genannt)

Die Initiatorin der internationalen eucharistischen Kongresse wurde am 1. November 1834 in Tour geboren und starb dort am 20. Juni 1910. Von Kindheit an lebte sie eine außergewöhnliche Verehrung des Allerheiligsten Altarsakraments. Einen Tag ohne den Empfang der Heiligen Kommunion nannte sie einen wahren Karfreitag. 1847 wurde sie Schülerin der Herz-Jesu-Schwestern von Marmoutier und blieb dort vier Jahre. Dreimal versuchte sie erfolglos in Klöstern einzutreten, obwohl sie sich eigentlich nicht besonders zum Ordensleben hingezogen fühlte. Ihren dritter Versuch unternahm sie im Konvent der Ewigen Anbetung, der vom Hl. Peter Julian Eymard gegründet worden war. Er versicherte ihr, dass sie unserem Herrn im Allerheiligsten Altarsakrament angehört. Eine wohlhabende Frau suchte ihre Hilfe bei der Gründung einer Gemeinschaft zur Ewigen Anbetung, aber dieser Plan zerschlug sich ebenfalls. 37. Eucharistischer Kongress 









München 1960Seit 1871 lebte sie in der Nähe des Grabes des Hl. Pfarrers von Ars, Johannes Maria Vianney in Ars. Unter der geistlichen Führung von Abbé Chevrier von Lyon fand sie ihre wahre Berufung, nämlich einmal kontemplativ und zugleich aktiv in der eucharistischen Sache. Durch viele Versuchungen und Enttäuschungen wurde sie dafür vorbereitet. In ganz Frankreich und darüber hinaus verbreitete sie die Ewige Anbetung durch eine ausgiebige Korrespondenz und viele Reisen. Mit Hilfe von Bischof de Ségur und Bischof Richard von Belley organisierte sie Wallfahrten zu Pilgerstätten, an denen sich eucharistische Wunder ereignet hatten. Der Erfolg dieser Wallfahrten führte zu den eucharistischen Kongressen. Beim Kongress in Lourdes wurde sie die Johanna von Orleans des Allerheiligsten Altarsakramentes genannt, obwohl ihr Name erst nach ihrem Tod öffentlich mit den Kongressen verbunden worden ist. Die Geschichte der Kongresse von Canon Vaudon, die noch kurz vor ihrem Tod veröffentlicht wurde, nennt sie nur „Fräulein ...“, obwohl ihr apostolisches Wirken genaustens berichtet wird. Sie lebte für einige Jahre in Issoudun und diente dort dem Heiligtum Unserer Lieben Frau vom Heiligsten Herzen Jesu. Obwohl sie oft genug selbst kaum das Nötigste zum Leben hatte, gab sie all ihr Vermögen für die Erziehung von armen Anwärtern zum Priestertum.

(ins Deutsche übersetzt aus „Catholic Encyclopedia“-Website)