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II. Vatikanisches Konzil

Das II. Vatikanische Konzil und die Verehrung der Eucharistie

Konstitution ĂŒber die heilige Liturgie „Sacrosanctum Concilium“

2. In der Liturgie, besonders im heiligen Opfer der Eucharistie, „vollzieht sich“ „das Werk unserer Erlösung“1, und so trĂ€gt sie in höchstem Maße dazu bei, dass das Leben der GlĂ€ubigen Ausdruck und Offenbarung des Mysteriums Christi und des eigentlichen Wesens der wahren Kirche wird, der es eigen ist, zugleich göttlich und menschlich zu sein, sichtbar und mit unsichtbaren GĂŒtern ausgestattet, voll Eifer der TĂ€tigkeit hingegeben und doch frei fĂŒr die Beschauung, in der Welt zugegen und doch unterwegs; und zwar so, dass dabei das Menschliche auf das Göttliche hingeordnet und ihm untergeordnet ist, das Sichtbare auf das Unsichtbare, die TĂ€tigkeit auf die Beschauung, das GegenwĂ€rtige auf die kĂŒnftige Stadt, die wir suchen2.

10. ... Aus der Liturgie, besonders aus der Eucharistie, fließt uns wie aus einer Quelle die Gnade zu; in höchstem Maß werden in Christus die Heiligung der Menschen und die Verherrlichung Gottes verwirklicht, auf die alles Tun der Kirche als auf sein Ziel hinstrebt.

47. Unser Erlöser hat beim Letzten Abendmahl in der Nacht, da er ĂŒberliefert wurde, das eucharistische Opfer seines Leibes und Blutes eingesetzt, um dadurch das Opfer des Kreuzes durch die Zeiten hindurch bis zu seiner Wiederkunft fortdauern zu lassen und so der Kirche, seiner geliebten Braut, eine GedĂ€chtnisfeier seines Todes und seiner Auferstehung anzuvertrauen: das Sakrament huldvollen Erbarmens, das Zeichen der Einheit, das Band der Liebe36, das Ostermahl, in dem Christus genossen, das Herz mit Gnade erfĂŒllt und uns das Unterpfand der kĂŒnftigen Herrlichkeit gegeben wird37.

Dogmatische Konstitution ĂŒber die Kirche "Lumen gentium"

11. ...In der Teilnahme am eucharistischen Opfer, der Quelle und dem Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens, bringen sie das göttliche Opferlamm Gott dar und sich selbst mit ihm20; so ĂŒbernehmen alle bei der liturgischen Handlung ihren je eigenen Teil, sowohl in der Darbringung wie in der heiligen Kommunion, nicht unterschiedslos, sondern jeder auf seine Art. Durch den Leib Christi in der heiligen Eucharistiefeier gestĂ€rkt, stellen sie sodann die Einheit des Volkes Gottes, die durch dieses hocherhabene Sakrament sinnvoll bezeichnet und wunderbar bewirkt wird, auf anschauliche Weise dar.

33. ... Durch die Sakramente, vor allem durch die heilige Eucharistie, wird jene Liebe zu Gott und den Menschen mitgeteilt und genÀhrt, die die Seele des ganzen Apostolates ist.

Dekret ĂŒber Dienst und Leben der Priester "Presbyterorum ordinis"

2. ... Diese Verherrlichung besteht darin, dass die Menschen die in Christus vollendete Tat Gottes bewußt, frei und dankbar annehmen und in ihrem ganzen Leben kundtun. Ob die Priester sich darum dem Gebet und der Anbetung hingeben, ob sie das Wort verkĂŒnden, das eucharistische Opfer darbringen und die ĂŒbrigen Sakramente verwalten oder den Menschen auf andere Weise dienen, immer fördern sie die Ehre Gottes und das Wachstum des göttlichen Lebens im Menschen.

5. ... Mit der Eucharistie stehen die ĂŒbrigen Sakramente im Zusammenhang; auf die Eucharistie sind sie hingeordnet; das gilt auch fĂŒr die anderen kirchlichen Dienste und fĂŒr die Apostolatswerke15. Die Heiligste Eucharistie enthĂ€lt ja das Heilsgut der Kirche in seiner ganzen FĂŒlle16, Christus selbst, unser Osterlamm und das lebendige Brot. Durch sein Fleisch, das durch den Heiligen Geist lebt und Leben schafft, spendet er den Menschen das Leben; so werden sie ermuntert und angeleitet, sich selbst, ihre Arbeiten und die ganze Schöpfung mit ihm darzubringen. Darum zeigt sich die Eucharistie als Quelle und Höhepunkt aller Evangelisation:...

Das Gotteshaus, in dem die Heiligste Eucharistie gefeiert und aufbewahrt wird, in dem die GlĂ€ubigen sich versammeln und die Gegenwart des auf dem Opferaltar fĂŒr uns dargebrachten Erlösers zur Hilfe und zum Trost der GlĂ€ubigen verehrt wird, soll schön sein, geeignet zu Gebet und heiliger Handlung18.

18. ... Zur treuen ErfĂŒllung ihres Dienstes soll ihnen die tĂ€gliche Zwiesprache mit Christus dem Herrn in Besuchung und persönlicher Andacht der Heiligsten Eucharistie Herzenssache sein. Gern sollen sie sich fĂŒr Tage geistlicher ZurĂŒckgezogenheit frei machen und die geistliche FĂŒhrung hochschĂ€tzen.  Auf vielfache Weise, vor allem durch das bewĂ€hrte innere Gebet und frei zu wĂ€hlende verschiedene Gebetsarten, suchen und erbitten die Priester von Gott instĂ€ndig jenen Geist echter Anbetung, durch den sie sich zugleich mit dem ihnen anvertrauten Volk innig Christus, dem Mittler des Neuen Bundes, einen und so in der Gnade der Kindschaft rufen können: "Abba, Vater" (Röm 8,15).

Fußnote 19 "Außerdem sollen sie es nicht unterlassen, das Allerheiligste Sakrament, das an einem bevorzugten Ort und mit grĂ¶ĂŸter Ehrfurcht den liturgischen Gesetzen entsprechend aufzubewahren ist, tagsĂŒber zu besuchen; eine solche Besuchung ist ein Beweis der Dankbarkeit und ein Zeichen der Liebe und der schuldigen Verehrung gegenĂŒber Christus dem Herrn, der hier gegenwĂ€rtig ist": Paul VI., Enz. Mysterium Fidei, 3. Sept. 1965: AAS 57 (1965) 771.